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| archiv der vermittlung

Bild: Marie Artaker
Bild: Marie Artaker


Archiv der Vermittlung.
Das Unarchivierbare aktualisieren

Was bleibt? Was tun? was fehlt?
Freitag, 20. November 2026, 15.00–19.00

Museum im Zeughaus/Tiroler Landesmuseum
Zeughausgasse 1, 6020 Innsbruck

Workshop mit Beatrice Jaschke (/ecm & schnittpunkt) und Renate Höllwart (trafo.K & schnittpunkt) gemeinsam mit Katharina Walter (Tiroler Landesmuseen & Österreichischer Verband der Kulturvermittler:innen).

Das Archiv der Vermittlung gibt Einblicke in eine Auswahl engagierter Kunst- und Kulturvermittlungsprojekte seit den späten 1970er Jahren. Es schafft einen virtuellen wie physischen Ort, an dem Positionen, Erinnerungen, Erfahrungen und Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Bildung, Politik und Gesellschaft versammelt werden. Seine Archivalien haben unterschiedliche Besitzer:innen, sein fragmentarisches Wissen und seine (un)heimlichen Fragen gehören allen. Mit dem Archiv der Vermittlung wird das Wissen der Vermittlung in die Gegenwart geholt und zugänglich gemacht, damit in Zukunft damit gearbeitet werden kann.

Nun macht das Archiv der Vermittlung Station in Innsbruck. Ein Workshop mit ausgesuchten Archivalien bildet den Rahmen für gemeinsame Gespräche. Alle sind eingeladen, ihre Fragen und Expertisen zu teilen und gemeinsam über Strategien für die Vermittlung in der Gegenwart nachzudenken, eigene Gedanken zu hinterlassen und das Archiv der Vermittlung zu erweitern.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen und dem Verband für Kulturvermitter:innen statt.

Beschränkte Teilnehmer:innenzahl
Anmeldung unter: kulturvermittlung@tiroler-landesmuseen.at

Das Archiv der Vermittlung ist ein Projekt von Büro trafo.K und schnittpunkt in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien.
Finanziert vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7). Gefördert durch das Land Niederösterreich.


 

Nicht einfach ausstellen. Kuratorische Formate und Strategien im Postnazismus

Wie mit Kontinuitäten des Nazismus im 21. Jahrhundert kuratorisch umgehen? Der Sammelband widmet sich kuratorischen Formaten und Strategien, die Mechanismen des Verdrängens und Verleugnens der Nazigeschichte adressieren und bearbeiten. Die Beiträge analysieren die Normalisierung faschistischer Ästhetiken und Diskurse. Sie positionieren sich innerhalb neuer Debatten um Erinnerungspolitiken, suchen Möglichkeiten, sich Gewaltgeschichten zu stellen, und reflektieren Kontexte und Projekte in Museen, Hochschulen und im öffentlichen Raum.
Welche Rolle spielt Erinnerung in kuratorischen Projekten zwischen Auseinandersetzung und Entledigung? Beschäftigen wir uns mit dem Thema, um uns nicht damit beschäftigen zu müssen? Oder wollen wir es nicht vielmehr zeigen, um uns mit den Kontinuitäten in der Gegenwart zu konfrontieren?

Nicht einfach ausstellen. Kuratorische Formate und Strategien im Postnazismus
Hg. von Martina GRIESSER-STERMSCHEG, Monika SOMMER, Nora STERNFELD und Luisa ZIAJA, Reihe curating. ausstellungstheorie & praxis, Band 7, Edition Angewandte, De Gruyter, Berlin/Boston 2025

Mit Texten und künstlerischen Beiträgen von: Louise BECKERSHAUS, Stefan BENEDIK, Ramesch DAHA, Veronika FLOCH, Markus FÖSL, Ina FRIEDMANN, Julia FRIEDRICH, Martina GENETTI, Martina GRIESSER-STERMSCHEG, Leon KAHANE, Christian KLÖSCH, Angela KOCH, Jakob KRAMERITSCH, Laura LANGEDER, Sophie LILLIE, Inge MANKA, Michaela MELIÁN, Eva MERAN, Ursula MINDLER-STEINER, Simon NAGY, Ljiljana RADONIĆ, Bernadette REINHOLD, Dirk RUPNOW, Hemma SCHMUTZ, Karin SCHNEIDER, Monika SOMMER, Ruth SONDEREGGER, Nora STERNFELD, Julia VOSS, Arye WACHSMUTH, Anselm WAGNER, Franz WANNER, Mirjam ZADOFF, Luisa ZIAJA