diskurs

Der Bereich "diskurs" greift aktuelle kulturpolitische Themen und Forderungen auf, widmet sich internationalen Debatten der Museums Studies aber auch praktischen Strategien für den Alltag von UrheberInnenrecht bis Sammlungsmanagement. Institutionskritische Perspektiven spielen dabei ebenso eine Rolle wie Aspekte der klassischen Museumskunde oder der Produktion und Vermittlung von Wissen in Ausstellungskontexten. Fragestellungen der feldspezifischen Theoriebildung werden durch Ansätze der Postcolonial Studies, antirassistischer Diskurse und politischer Theorie erweitert. Vor diesem Hintergrund werden Forschung und Bildung als traditionelle museale Aufgaben auf ihre gegenwärtige Relevanz in der Museumspraxis befragt. In unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wird die Bandbreite der Museums- und Ausstellungsarbeit mit einer professionellen und interessierten Öffentlichkeit einer kritischen Reflexion unterzogen.

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion: Zeitgeschichte ausstellen in Österreich
Dirk Rupnow/Heidemarie Uhl (Hg.), Zeitgeschichte ausstellen in Österreich. Museen - Gedenkstätten - Ausstellungen. Wien - Köln - Weimar: Böhlau 2011

Donnerstag, 7. April 2011, 18.00 Uhr
Veranstaltungsraum Ausstellung Dokumentationsarchiv
Altes Rathaus, Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien (Eingang im Hof)

Begrüßung: Brigitte Bailer-Galanda (wissenschaftliche Leiterin des DÖW)
Podiumsdiskussion mit:
Lucile Dreidemy (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)
Ulrike Felber (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)
Hannes Leidinger (Institut für Geschichte, Universität Wien)
Dirk Rupnow (Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck)
Heidemarie Uhl (Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien)
Moderation: Monika Sommer (schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis, Wien)

Die Errichtung eines historischen Museums für die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist seit über zehn Jahren Gegenstand kontroverser Diskussionen in Österreich. Tatsächlich wird bereits in ganz unterschiedlichen Einrichtungen und Kontexten österreichische Zeitgeschichte präsentiert: in regionalen oder Landesmuseen und in thematisch orientierten Häusern, in großen Sonderausstellungen ebenso wie in Gedenkstätten.
Der Band bietet eine Bestandsaufnahme und Recherche zur Musealisierung österreichischer Zeitgeschichte, ihres Status quo und ihrer Entwicklung, ihrer Themen und Darstellungsformen, ihrer Probleme und Blindstellen, ihrer Herausforderungen und Konfliktfelder. Mit der Analyse bisheriger und bestehender Repräsentationen werden grundsätzlich die Möglichkeiten einer musealen Darstellung österreichischer Zeitgeschichte diskutiert.

www.boehlau-verlag.com